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„Gott von Gott - eines Wesens mit dem Vater“ von: Geiko Müller-Fahrenholz
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„ ... ganz der Vater" 
(Jes 9,1-6 & Joh 1,9-14)

Liebe Stadtgemeinde! 
Wer ist für uns Jesus, von dem gesagt ist, er sei der Christus? Darum geht es heute, in der Erwartung des Festes seiner Geburt und im Rahmen Ihres CREDO-Auslegungsprojekts. Dort heißt es: „GOTT VON GOTT; LICHT VON LICHT, WAHRER GOTT VOM WAHREN GOTT; GEZEUGT; NICHT GESCHAFFEN, MIT DEM VATER EINES WESENS, DURCH IHN IST ALLES GESCHAFFEN...“ 

1. Teil: 
Wir kommen ins Grübeln Können Sie sich vorstellen, dass man sich über diese Formulierungen nicht nur die Köpfe zerbrochen, sondern auch und zwar im buchstäblichen Sinne die Köpfe eingeschlagen hat? Auf der Synode der alten Kirche in Nicaea 325, die der Grosse Konstantin übrigens persönlich leitete und wohl auch nicht ohne Druck zu einem positiven Ende bringen wollte, hatte man über Jesus gesagt: „gennhJenta ou poihJenta“ (gennäthenta ou poiäthenta), also gezeugt bzw. geboren, nicht geschaffen. Dann hatte man hinzugesetzt: „omoousion tw patri“ (homo-úsion too patrí), was bei uns heißt: Mit dem Vater eines Wesens. Um dieses „homo-usios“ ging es. Bis zum Konzil in Konstantinopel 381, wo unser Bekenntnis „endgültig“ bestätigt wurde, weshalb es ja in Fachkreisen das „Nizäno-Konstantinopolitanum“ heißt, gab es erbitterte Kämpfe, Zwischensynoden, Straßenkämpfe, Verbannungen. Damals waren die Patriarchate von Alexandrien und Antiochien mindestens so wichtig wie die von Konstantinopel und Rom. Im Rückblick kann man zugespitzt sagen: Wegen dieses einen Wortes - „homoousios“ - ist die Alte Kirche zerbrochen. Denn auch nach 381 gab es erbitterte Kämpfe um die richtige Interpretation der Gottheit und Menschheit Christi. Schließlich versuchte das Konzil von Chalzedon (451 n.C.), Klarheit zu schaffen. Aber das Ergebnis war, dass die Kirchen im Einzugsbereich von Alexandria und Antiochia als häretisch ausgeschlossen wurden und folglich eigene Wege gingen. Darum gibt es bis heute Kirchen im Mittleren Osten, also in Syrien, im Irak, in Iran bis hinüber nach Indien, und in Nordafrika, also in der Gestalt der Koptischen Kirchen in Ägypten und in Äthiopien - das heißt im Einflussgebiet der beiden Patriarchate - die so genannten „nicht-chalcedonensischen“ Kirchen. Erst seit 1971 versuchen die Orthodoxen Kirchen, diese Spaltung zwischen „chalcedonensischen und nicht-chalcedonensischen“ Kirchen in Lehrgesprächen zu überwinden. 
Wenn ich mich in die alten Dispute vertiefe, komme ich ins Grübeln. Ich mache mir klar, wie groß der Abstand ist, der uns von jenen Zeiten trennt und uns dazu bringt, mit Kopfschütteln auf diese umstrittenen Formeln zurückzublicken. Aber ich mache mir auch klar, wie wichtig diese alten Entscheidungen auch für uns heute gewesen sind. Es ging ja nicht um theologische Spitzfindigkeiten, sondern um grundsätzliche Entscheidungen über die Eigenart des christlichen Glaubens. Die frühen Christen mussten fundamentale Fragen klären. 
Zum Beispiel: Jesus kam aus dem jüdischen Volk und hatte mit der jüdischen Bibel gelebt. Das galt auch für die Apostel und für Paulus. Aber die Kirche Jesu Christi war zu den Heiden gewandert; die meisten von ihnen wussten mit der jüdischen Überlieferung gar nichts anzufangen. Warum also musste oder sollte man an den Überlieferungen des jüdischen Volkes festhalten? Lag es nicht näher, eine eigenständige Christus-Religion aufzubauen? Eine grundsätzliche Entscheidung also bestand darin, die Gottesgeschichte des jüdischen Volkes mit der Christus-Geschichte der neuen Gemeinden zu verbinden und zu bekennen, dass der Gott der Juden der Vater Jesu Christi ist und kein anderer aus der bunten Götterwelt der Antike. 
Darum besteht auch unsere Bibel aus diesen zwei Teilen, dem „alten“ und dem „neuen“ Testament. Auch die Verständigung über den Umfang dieses Buches oder „Kanons“ hat viele Kämpfe gekostet. Wenn man nun aber den Gott der hebräischen Bibel mit der Herrn Christus zusammendenken musste/wollte/sollte, wie war diese Beziehung zu denken? Jesus hatte Gott seinen „Vater“ genannt. Aber wie war das zu verstehen? 
Es boten sich damals zwei Wege an: 
1. das biologische Verstehensmodell: Gott hatte seinen „Sohn“ gezeugt. Zur Welt gebracht hatte ihn eine Menschenfrau. Das Muster war in der antiken Welt bekannt. Es gab viele „Götterhochzeiten“. Der Gottvater Zeus hatte sich in dieser Hinsicht besonders produktiv hervorgetan, sehr zum Ärger seiner Frau im Pantheon. 
Wir finden in den Evangelien des Lukas und Matthäus Varianten dieser Vorstellung. (In diesem Kontext musste dann die Menschenfrau möglichst rein, eben eine „Jungfrau“ sein. Mit all den Konsequenzen, die sich daraus für die katholische Theologie ergeben haben.) Auch das gängige Apostolische Bekenntnis macht Anleihen bei dieser Vorstellung. („Empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria.“) Aber war das eine Lösung? Als ein solcher Gottessohn war Jesus halb göttlich, halb menschlich. Aber war er ganz Gott und ganz Mensch? Aber wenn er beides war, wie hatte er dann am Kreuz gelitten, als Mensch oder auch als Gott? Aber konnte Gott leiden? Wie war er gestorben? War mit ihm auch Gott gestorben? Oder was an ihm konnte sterben? Fragen ohne Ende! 
2. Es gab das adoptianische Modell. Das schimmert in den Geschichten von der Taufe Jesu durch. Demzufolge ist Jesus ein begnadeter Mensch, der in einem Akt der Adoption von Gott als sein „Sohn“ angenommen wird. Folglich war Jesus ganz Mensch und wurde sozusagen zur Gottheit erhoben. Aber wie sollte man sich dann seine Gottheit denken? War das wirklich eine Eigenschaft seines Wesens, oder lediglich ein zugeschriebener Ehrentitel? Wie war dann die „Wesenseinheit“ zwischen Gott und Christus zu fassen? Brauchte man nicht etwas „Handfesteres“ als eine bloße Adoption? Wie war die tiefe geistliche Verbundenheit zwischen Jesus und seinem „Vater“ zu denken? Es geht, bedenken wir das recht!, nicht nur um das Problem einer personalen Zuordnung von Gott und Christus, sondern um die Zuordnung von Schöpfung und Erlösung. Waren also Welt und Natur, und damit auch unser Leib und Leben als Mann und Frau, und damit auch Staat und Politik, war dies alles einbeschlossen in die Botschaft Jesu von der nahe herbeigekommenen Herrschaft Gottes? Oder ging es, wie bei den Gnostikern, um die Reinigung der Seele, um die Befreiung des göttlichen Funken aus seinem weltlichen Körper-Gefängnis? 
Wie gesagt: Es gibt genug Grund zum Grübeln. Und doch: Lässt sich überhaupt mit formelhaften Kürzeln aussagen, was immer ein Mysterium bleiben wird, nämlich woher die Kraft kam, die diesen Wanderprediger aus Nazareth im jüdischen Lande zum Messias der Völker machte? Schärfer gefragt: Ist nicht bereits die Absicht, mit allgemein verbindlichen Formeln zu definieren, was doch jenseits aller Worte ist, der Grund für sein Scheitern? Ist nicht diese Vermessenheit der eigentliche Anlass für spirituelle Gewalt? 

2. Teil: 
Wir leben in der Erwartung „Das Volk, das im Finstern wandelt“, so lesen wir beim Propheten Jesaja, „sieht ein großes Licht.“ Über denen, die in finsterem Lande wohnen, scheint es hell. Sind Sie einmal unter einem Joch gegangen, mit vollen Eimern an beiden Seiten? Haben Sie einmal gespürt, wie sich die Jochstange eindrückt in den Nacken? Kennen Sie diesen schneidenden Schmerz? Vielleicht nicht. Aber Viele von Ihnen werden sich noch erinnern, wie sich das anhört, wenn Militärstiefel dröhnend durch die Strasse ziehen. Sie werden noch wissen, wie das ist, wenn die Mäntel der Soldaten durch das Blut der Gefallenen schleifen. 
Die dieses Trostwort des Propheten hörten, wussten, wie es sich anfühlt: Unterdrückung, Versklavung, Krieg und nackte Gewalt. Da denkt man: Es ist kein Licht am Ende des Tunnels. Es war finster. Es ist finster. Es wird immer finster bleiben. Das ist unser Los. Wenn es ein Licht gibt, dann für die da oben. Und nun heißt es: Das Licht geht auf! Uns! 
Unser Joch? Zerbrochen! Die Stiefel der Soldaten? Verbrannt! Der Mantel des Generals mitdem Blut der Gefolterten? Vom Feuer verzehrt. Uns! Uns ist ein Sohn gegeben. Auf seiner Schulter ruht die Herrschaft. Er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater. Er ist der Friedefürst! Und wo er erscheint, breitet sich Friede aus. „Solches wird tun der Eifer des Herrn Ze
baoth.“ Das geht uns nahe, es spricht uns an. Zwar sind wir nicht unterdrückt, wir leben nicht im finsteren Lande, wie so viele andere in anderen Erdteilen, die das Joch auf den Schultern tragen, die das Dröhnen marschierender Stiefel hören und das kreischende Quietschen der Panzer. Aber bedrückt sind wir doch. 
Ausweglosigkeit und Apathie überfallen uns, wenn wir an die drohende Kriegsgefahr im Mittleren Osten denken, wenn wir die Heere der Arbeitslosen ansehen, die ja woanders noch viel größer sind als bei uns! Da geht uns das prophetische Wort nahe. Wir bekommen ein Ahnung davon, dass da ein Gott ist, dessen Eifer und Leidenschaft für Recht und Gerechtigkeit und für den ewigen Schalom ohne Ende ist. Uns geht ein Licht auf. Das gibt es!. Das ist nicht abgenutzt und verschlissen. Es ist die messianische Alternative. Wo diese Art von „Aufklärung“, von „enlightenment“, sich ereignet, bekommt die Lebensfreude eine neue Chance. „Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude.“ Ganz in den Bildern des Jesaja spricht Johannes, der Evangelist. Er nimmt die messianische Erwartung auf und sieht sie in Jesus, dem Messias Gottes, verwirklicht: „Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet“, heißt es bei ihm. Es scheint in die Finsternis hinein. Die Finsternis hat es nicht ergriffen. Sie kann es auch nicht. 
Von irgendwelchen Rändern, aus irgendwelchen Tiefen strömt die Finsternis nach. Sie erneuert sich fortwährend in der Verblendung. So verdunkeln sich die Seelen. Er kam in sein Eigentum, und doch erscheint es wie etwas Fremdes. Und darum stehen schon die Kreuze am Horizont, um es aus der Welt zu schaffen. Wie geht das zu? „Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.“ Alles ist durch ihn geschaffen, alles empfängt seinen Atem von ihm, dem Logos Gottes, und doch will niemand von ihm wissen? Wie geht das zu? Es ist nicht zu erklären. Wir sehen die Verblendung in diesen Tagen. Um nur ein Beispiel, allerdings das Bedrängendste, zu nennen: Wir alle wissen: Ein Krieg gegen den Irak wird kein Problem lösen, sondern lediglich der Anfang neuer Probleme sein. Und doch steuert die Weltmacht No. 1 auf diesen Krieg zu. Wie ist das möglich? Ein markanteres Anti-Weihnachts-Programm lässt sich kaum denken. 
Und doch: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ „Wir“, das waren, sind und bleiben Wenige. Wir, das sind die vom messianischen Licht Ergriffenen. Wir, das sind die Gemeinden, die nach den messianischen Spuren Ausschau halten, nach den Spuren von Gnade in einer gnadenlosen Welt, nach den Spuren von Wahrheit in einer verflogenen Zeit. 
Uns ist ein Sohn geboren, ein Kind ist uns gegeben. Ein Kind, warum? Weil ein kleines Kind noch alle Möglichkeiten der Erde vor sich hat. Darum betrachten wir Erwachsene, je älter wir werden, mit umso größerer Verwunderung und Ehrfurcht das energische Zappeln des Neugeborenen, seine ersten Lautmalereien, und sind entzückt von seinem ersten Lächeln. Denn jedes Neugeborene ist wie ein messianisches Zeichen. Warum rühren uns die Bilder von Licht und Finsternis, von Kindheit und Friedenserwartung und von der Leidenschaft Gottes in der Tiefe an? Warum sprechen die Worte des Jesaja, die doch aus fernen Welten stammen, immer noch in unser Herz? Mehr jedenfalls als die Formeln des Bekenntnisses, obgleich doch seine biblischen Wurzeln offensichtlich sind? Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, das klingt doch schon bei Johannes an. 
Es ist, so vermute ich, die vermeintliche Rationalität, wie in dem umstrittenen „homoousios“, das wir als unsachgemäß und irreführend empfinden. Dieser definitorische Gestus entspricht einfach nicht dem Charakter eines messianischen, erwartungsvollen Glaubens, der alle Definitionen sprengt. Unser Glaube lebt nicht in Definitionen, sondern in Bildern. Er lebt nicht aufgrund von Glaubenswahrheiten, sondern in der Erwartung, immer wieder gebrochen, doch immer wieder entflammt von dem her, der wie Licht ist, wie Feuer, wie lebendiger Atem. Oder, wie es in dem Lied heißt, das wir nach der Predigt singen werden: „Aus Duft und Glanz, aus Klang und Licht, Dein Ebenbild.“ 


3. Teil: 
Ganz der Vater! Ganz die Mutter! So sagen wir das oft, wenn wir ein kleines Kind sehen. „Das Gesicht, ganz wie der Vater!“ „Diese Art zu gehen, das kommt von der Mutter!“ Das kennen wir doch alle! Mit dieser einfachen und alltäglichen Erfahrung blicke ich noch einmal auf die Worte zurück, mit denen das alte Credo die Verbindung zwischen Jesus Christus und dem Schöpfer- und Vatergott herzustellen sucht. Ich höre darin den erstaunten und beglückten Ausruf: Seht diesen Menschen an, den Freund der Armen und Ausgestoßenen, den freiwillig Leidenden, den Gekreuzigten - in dem allen: Ganz der Vater! Wenn ihr auf diesen Menschensohn schaut und seinen Weg mitgeht, erkennt ihr: So sind die Wege Gottes. 
Im Sohn erkennt ihr den Vater. Aber es gilt auch: In diesem Sohn erkennt ihr die Mutter, die Geisteskraft, die Weisheit, die „Ruach“ ( im Hebräischen ), die von allem Anbeginn bei Gott ist, die alles beatmende, mit-leidende , leidenschaftliche Lebenskraft. Darum haben in Antiochia die Gemeinden geglaubt, dass Gottes Geist die Mutter Jesu gewesen sei. Ich höre in den alten Credo-Worten aber auch den umgekehrten Satz: Ganz der Sohn! Also: Wenn du nicht weißt, was du dir unter Gott vorstellen sollst und ob du bei Gott in guten Händen oder am Ende einem blinden Schicksal ausgeliefert bist, dann schau auf diesen Menschensohn, auf sein Leben und auf seinen Tod und auf seine Auferweckung, und dann merke dir: So ist Gott. So darfst du ihn denken. Wir sind, wenn wir so zu glauben versuchen, nicht frei von Finsternissen, nicht frei von Verzweiflungsattacken. Wir leiden unter der Gebrechlichkeit unseres Lebens und der Zerbrechlichkeit unserer guten Vorsätze und Werke. Wie fragmentarisch alles ist! 
Aber wir halten an der Alternative fest. An dem Licht, an der Verheißung. Und dann kann, was wir sind und tun, zu einem messianischen Fragment werden. Und das ist genug. 

Amen 

Fürbittengebet 
Der du unser Mittler bist, Jesus, Menschenbruder, Gotteskind, 
- bringe wieder zusammen, was auseinanderstrebt, wende zueinander die Gesichter derer, die sich voller Hass den Rücken gekehrt haben, 
- gib Augen für Versöhnungswege, wo verfeindete Parteien nichts anderes denken können als Krieg und Vergeltung, 
Der du unser Friedefürst genannt sein willst, wir rufen zu dir: HERR; ERBARME DICH 

Der du die Mitte bist, Schöpfer und Heiland, 
- überwinde mit deiner Kraft die Leere, die sich in uns ausbreiten will, 
- überwinde mit deiner Güte den Verdruss, der sich in uns festsetzt, wenn wir sehen, wie Eitelkeit und Torheit die Menschen umtreiben, 
- überwinde mit deiner Geduld die Unrast, die uns ergreift, wenn uns alles zuviel wird, 
- den langen Atem verleihe uns, wenn uns unsere Arbeit zur Last fällt 
Der du unser Wunder-Rat heißen willst, wir rufen zu dir:HERR; ERBARME DICH! 

Der du dich ins Mittel stellst, wenn unsere Kräfte schwinden, Christus, du Trost der Armen, 
- hilf den Menschen auf, die vor Angst und Sorge zu Boden gedrückt werden, 
- hilf den Flüchtlingen, das ihr Weg ein Zuhause findet, 
- hilf den Kranken, wenn die Schmerzen überhand nehmen 
Der du unser Ewig-Vater heißen willst, wir rufen zu dir: HERR; ERBARME DICH! 

Und wo der Tod alles zu zerreißen scheint, 
wo Leere und Finsternis, Einsamkeit und Hölle über uns zusammenzuschlagen drohen, 
da tritt in den Riss, der du durch den Tod gegangen bist, und hilf uns hinüber ins ewige Licht. 
Der du der Erstling bist in Gottes Neuer Welt, wir rufen zu dir: HERR; ERBARME DICH!

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