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„hat Fleisch angenommen durch den Hl.Geist von der Jungfrau Maria“ von: Chr.Gallasch
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„... aus dem Hl.Geist und der Jungfrau Maria ...“
(Lesungen: s.u.)

Begrüßung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl.Geistes.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Hl.Geistes -
da fehlt doch irgendwie etwas.
Gefühlsmäßig ist uns das schon immer angestoßen. Aber niemand hat das irgendwie hörbar zur Sprache gebracht. 
Was fehlt da? Da fehlt die Mutter.
Die ist heute unser Seelenthema.
Gleich zu Beginn möchte ich klar stellen, dass es mir nicht um die alte, elende Debatte geht, ob Maria „Jungfrau“ war. Wir haben es nicht mit einer biologistischen Fragestellung zu tun, die anatomische Unversehrtheit Marias ist definitiv nicht unser Thema. Ist auch den Evangelisten nie Thema gewesen. Selbst Thomas von Aquin verhandelt dieses Thema nur, weil er keine erdenkliche Frage unbeantwortet wissen möchte - die Kathedrale des Wissens duldet keine statischen Mängel, sie muss erdbebenfest sein bis zur winzigsten Zinne.
Warum allerdings das Kirchenjahr das Fest Verkündigung des Herrn nun exakt 9 Monate vor Weihnachten positioniert, am 25.März, auf diese Weise also einer biologistischen Betrachtungsweise Vorschub leistet, mag hie und da - zu Recht! - Stirnrunzeln hervorrufen ...
Diese Frage mag also Exegeten und Historiker beschäftigen (viel Vergnügen!), uns be-schäftigt eine ganz andere Frage: Wie kann ein Mensch einen Gott gebären, zur Welt bringen? 
Und: Wie muss dieser Mensch beschaffen sein, dass er/sie dieser Aufgabe, diesem Schicksal entsprechen kann? 
Und: Wie waren vor 2000 Jahren Götter- und Frauenbilder beschaffen, wie gehen wir HEUTE mit diesen Geschichten um; anders gesagt: was bedeutet uns dieser Passus unseres Glaubensbekenntnisses: „um unseretwillen kam er aus den Himmeln herab, nahm menschliche Natur an aus dem Heiligen Geist und der Jungfrau Maria und wurde Mensch“? 

»Menschliche Natur – aus dem Heiligen Geist – aus der Jungfrau Maria« - drei auf den ersten Blick eher schwer vereinbare Chiffren.
Wir können das nur theologisch angehen, d.h. glaubend, dem Wort vertrauend. Aber einen gewissen Sinn sollte es der (heutigen) Vernunft schon auch machen, so lautet unser Wunsch.

Wir haben drei Lesungen heute:
Die erste und älteste spricht von der Versorgung und Fülle, die Gott dem Glaubenden gewährt: Rahm und Honig, Schwangerschaft, Lebensüberfluss, Gott ist mit uns.

Die zweite spricht von unserer Unabhängigkeit gegenüber Naturgesetzlichkeiten, anders gesagt: Die Kindschaft, in die wir durch Christus gestellt sind, enthebt uns aller Sorge für uns selbst, aller Angst um uns selbst.
Gott ist in uns.

Die dritte ist uns sehr vertraut - die Verkündigungsgeschichte. Millionen mal gelesen, tausend mal gemalt, hundert mal vertont. Es ist unverändert ein archaisches Bild des Mensch-werdens. Ein Bild, das beschreibt, wie buchstäblich inmitten des Menschen, gleichsam durch ihn hindurch, das göttliche Geheimnis Raum greift, Wohnung nimmt, Materie (in „materia“ steckt „mater“, die Mutter!) wird. 
Gott ist durch uns.
Und es ist eine Geschichte, die immer jetzt stattfindet. Betrachten Sie das Verkündigungsbildchen von Filippino Lippi: Die Szene spielt in der Toscana, Maria ist gekleidet wie eine vornehme Dame des 15.Jhdts., in Seide und Brokat, um sie herum ein edles Interieur, mit Edelholz, Marmor, Terracotta, Bronzeleuchter und Schriftrollen (in anderen Darstellungen finden wir Maria mit vielen Büchern gezeigt, in der Hand meist der hebräische Teil der Bibel).
Die Renaissance-Maler waren nicht so ignorant oder geistig beschränkt, sich die Lukas-Legende in dieser Form vorzustellen. Sie brachten - und das ziemlich einstimmig - damit zum Ausdruck, dass dieses Geschehen ein Gegenwartsgeschehen sei. Es fand vor 2008 Jahren statt, es fand 1482 statt und es findet heute wieder statt, überall und in jedem Augenblick.
Und das wollen wir heute in Herzenslust feiern, gerade so, wie das traditionelle Eingangsgebet des 3.Adventssonntags den Philipper-Brief zitiert:
„Freut euch immer im Herrn; und noch einmal sage ich: Freut euch!“. Dieses „sich Freuen“ ist im griechischen Text die selbe Vokabel, mit welcher der Verkündigungsengel Maria anredet: „caire“, Freude dir!

Gebet 
Du unser Herr und unser Gott,
mit großer Vorfreude sammeln wir uns, um Dein Wort zu hören, zu beten, zu singen, Brot und Wein zu teilen, Deinen Frieden zu erbitten.
Maria hat Leib und Leben geöffnet für das Geheimnis Deiner Menschwerdung, sie hat Deiner Botschaft mit aller Kraft ihres Glaubens geantwortet und voller Freude ihr großes Lied gesungen.
Gib uns diese Demut, Dein Wort zu hören, diese Kraft, Dich zu glauben, diese Freude, Dir zu singen, jetzt und alle kommenden Tage
- amen. 

Lesungen

1. Jes 7,9 – 15
9 Sprach ER, mein Herr: Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht betreut.
10 Und weiter redete ER zu Achas: 11 Erbitte Dir ein Zeichen von IHM, deinem Gott, sei´s tief im Urgrund, sei´s hoch in der Höhe!
12 Achas sprach: Ich mag´s nicht erbitten, ich will IHN nicht prüfen.
13 Da sprach Jesaja: Hört doch, ihr aus dem Davidsstamm, ist´s euch nicht genug, Menschen zu ermüden, dass ihr auch meinen Gott ermüden wollt? 14 Darum gibt von selber mein Herr ein Zeichen: Da, das junge Weib wird schwanger und bringt einen Sohn zur Welt. Seinen Namen soll sie rufen Immanuel [Gott ist mit uns]. 
15 Rahm und Honig wird er essen, schon bevor er weiß, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen. [...] 22 Da wird´s geschehen, wegen des Überflusses an Milch, da isst er Rahm, ja, Rahm und Honig wird ein jeder essen, der im Herzen des Landes übrig bleibt.

Übersetzung: Martin Luther & Buber / Septuaginta / Zürcher Bibel / Christian Gallasch

2. Gal 4,1 – 6
1 Solange der Erbe unmündig ist, unterscheidet er sich in nichts vom Sklaven, obwohl er über alles gebietet; 2 vielmehr untersteht er Vormündern und Verwaltern bis zur Fristsetzung seitens des Vaters.
3 So unterstanden auch wir, solange wir unmündig waren, den Buchstaben der Naturgesetze.
4 Als aber die Erfüllung der Zeit kam, entsandte Gott seinen Sohn, aus einer Frau geboren, unter (diese) Gesetzlichkeit geboren, 5 damit er jene, die unter Gesetzlichkeit stehen, da herauskaufe, auf dass wir die Kindschaft (wieder)erlangen.
6 Weil ihr aber (Töchter und) Söhne seid, entsandte Gott den Geist seines Sohns in unsere Herzen, der da ruft: Abba, unser Vater!

Übersetzung: Martin Luther / Zürcher Bibel / Einheizübersetzung / Christian Gallasch

3. Lk 1,26 – 35
26 Im 6.Monat (der Schwangerschaft Elisabeths) wurde der Engel Gabriel von Gott in eine galiläische Stadt namens Nazareth gesandt, 27 zu einer jungen Frau, die einem Mann aus dem Stamm Davids namens Joseph versprochen war; diese junge Frau hieß Mariám. 
28 Er trat zu ihr hinein und sagte: Sei gegrüßt, Du Begnadete, der Herr ist (mitten) in Dir! 29 Sie aber geriet in Verwirrung bei diesen Worten und überlegte, was dies wohl für eine Begrüßung sei.
30 Der Engel sagte zu ihr: Hab´ keine Angst, Mariám; Du hast Gnade gefunden in Gott. 31 Siehe, Du wirst in Deinem Leib empfangen und einen Sohn zur Welt bringen; und Du wirst ihn bei seinem Namen Jesus rufen. 32 Groß wird er sein und Sohn des Höchsten gerufen werden, und Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben, 33 und er wird König sein über das Haus Jakob auf alle Zeiten, und sein Königtum wird kein Ende haben.
34 Sprach Mariám zu dem Engel: Wie denn soll dies sein, wo ich doch keines Mannes Antlitz erkenne? 35 Und der Engel antwortete ihr mit den Worten: Der Heilige Geist wird Dich überkommen, und die Kraft des Höchsten wird Dich einhüllen; daher auch wird das geborene Heilige Sohn Gottes gerufen werden. [...]
38 Mariám aber sprach: Siehe die Dienerin des Herrn; mir geschehe, wie Du es gesagt hast.

Übersetzung: Martin Luther / Zürcher Bibel / Einheizübersetzung / Christian Gallasch

Liebe Gemeinde,

Maria ist verwirrt über die Worte des himmlischen Boten, sie ist durcheinander, bestürzt, sie erlebt einen heftigen inneren Aufruhr - so die Bedeutungen des griechischen Wortes dietaracJh (di-etaráchte).
Würde uns das anders gehen? 
Stellen wir uns vor, ein Respekt einflößender Fremder käme auf uns zu und begrüßte uns mit den Worten: Guten Tag, Gott ist Dir auf besondere Weise zugetan - der Herr ist mitten in Dir!
Wären wir da etwa nicht verwirrt? Innerlich aufgewühlt?
Manch einer würde diesen sonderlichen Phantasten möglicherweise einfach vor der Tür stehen lassen, schlimmstenfalls gar den Arzt rufen.
Die meisten von uns aber würden dann wohl zunächst auch wie Maria reagieren - skeptisch, zurückhaltend - und bei sich denken: Was für eine merkwürdige Begrüßung! Wer ist das? Was will der? 
Stellen wir uns weiter vor, wir bekämen gesagt, wir sollten keine Angst haben: Gott selbst nähme Wohnung mitten in unserem Leib, und nun sei es an uns, ihn zum Leben, ihn in die Welt zu bringen, ihn zu gebären. „Jesus“ sollten wir ihn nennen, diesen „Sohn Gottes“.
Also entweder ist dieser „Bote“ einfach nur verrückt oder er hat Recht. Die Entscheidung hierüber liegt ganz und gar bei uns.
Gesetzt aber den Fall, er hat Recht, dann ist das in der Tat eine beunruhigende, aufrührende Nachricht, die wir da gesagt bekommen.

Dieser von Lukas beschriebene Vorgang hat eine strukturelle Verwandtschaft mit der Spruchpraxis der antiken Orakel. Nehmen wir das Beispiel, als der schwerreiche Lyderkönig Kroisos (Krösus) 547 v.C. vom Perserkönig Kyros angegriffen wird und die Pythia zu Delphi befragt, ob er angreifen solle. Das Orakel spricht: „Wenn du den Halys (˜ Grenzfluss im Osten Lydiens) überquerst, wirst du ein großes Reich zerstören“. Kroisos deutet/versteht das „große Reich“ als das der Perser, greift an, unterliegt und zerstört so sein eigenes Reich.
Die Orakelsprüche der Antike waren immer so konstruiert, dass man sie fast zwangsläufig fehlinterpretierte und so dem zugedachten Schicksal umso sicherer, aber auch bewusster, anheim fiel.
Maria geht nun anders damit um: Zunächst vergewissert sie sich, dass die gehörte Botschaft eben keine biologische, d.h. die Naturgesetze außer Kraft setzende ist: Ich kann doch (noch) gar kein Kind kriegen, sagt sie. Viele von uns hier, allen voran die Männer, würden das Selbe sagen können. In der Lukasgeschichte hatten das kurz zuvor auch Elisabeth und Zacharias unter Hinweis auf ihr Alter sinngemäß gesagt.
Und der Bote Gottes bringt nun die erwünschte Klärung: Der Heilige Geist wird dich überkommen, die Kraft des Höchsten wird dich einhüllen, was du zur Welt bringst, wird Sohn Gottes heißen. Das ist (theologische) Poesie, das ist metaphorische Sprache, niemand wird hinter diesen Worten das Projekt einer künstlichen Insemination argwöhnen können.
Und just in diesem Augenblick erntet der Bote des Herrn nunmehr Marias Geneigtheit (Gnade = Geneigtheit, Zuneigung), d.h. ihr Ant-Wort auf Gottes Geneigtheit: Mir geschehe, wie du es gesagt hast. (Beachten Sie die Körperhaltung Marias auf unserem Bildchen!)
In den beiden von Lukas verzahnten Geburtsgeschichten - Johannes und Jesus - sehen wir eine gemeinsame Struktur: Es wird berichtet von Ereignissen, die auf den ersten Blick nicht möglich erscheinen, weil sie den Naturgesetzen widersprechen. Im zweiten Blick klärt sich, dass eine andere Ebene gemeint ist: Die Naturgesetze müssen nicht unterlaufen werden, besser: sie brauchen nicht unterlaufen zu werden, wenn Gott sich in seiner Schöpfung manifestiert - er erscheint in ihnen. Gott widerruft nicht seine Schöpfung, er erscheint mitten im Herzen der Schöpfung: dem, der glaubt.

Genau dies hatte Paulus an die Galater geschrieben: Bevor wir die Botschaft kannten, solange wir also unmündig waren, unterstanden wir ausschließlich den Naturgesetzen. Mit der Menschwerdung, der „Erfüllung der Zeit“, sind wir Kinder Gottes - egal, was die Naturgesetze dazu meinen: das fällt nicht in ihre Zuständigkeit, da sind sie schlicht inkompetent. 
Wir würden ja auch nicht Monteverdis Marienvesper mit den Mitteln der Meteorologie oder der Wirtschaftswissenschaften interpretieren wollen.
Gottes Geist ist in unseren Herzen, sagt Paulus. Kein EKG wird das bestätigen oder widerlegen können. Und deshalb ist Jesus im Galaterbrief „aus einer Frau und unter die Gesetzlichkeit (der Welt) geboren“, also auf ganz natürliche Weise, wie wir alle, aber zugleich aus dem Geist. 
Genau dies ist aber nun gerade keine Tatsache im naturgesetzlichen Sinn, sondern ausschließlich im Glauben ins Leben hereinzuholen: Mir geschehe, wie du gesagt hast, sagt Maria.
Sie hat den verstörenden Worten des Gotteswort-Boten gut zugehört und dann JA gesagt. Nicht mehr und nicht weniger.

Bei Jesaia gibt der Herr ein Zeichen: Der Sohn wird Immanuel gerufen, d.h. Gott ist mit uns. Das einzig Geheimnisvolle hier ist sein Name, an der Geburt ist nichts Sonderliches. Dieser Name aber hat es in sich: Er ist Vision, Verheißung, Hoffnung auf „Rahm und Honig“. 
Auch hier die Doppeldeutigkeit im Text: Einerseits die sehr weltliche, politische Rettungserwartung des Stammes Davids, die die mosaische Vision von „Milch und Honig“ noch überbietet („aber bitte mit Sahne!“), andererseits die prophetische Kraft, mit der Jesaia Gott „von sich aus“ kommen lässt - freilich nur für den, der glaubt (wie es deutlich in Vers 9 heißt). Der Satz „Gott ist mit uns“ macht nur im Mund eines Glaubenden Sinn.
Im Mund eines amerikanischen Präsidenten, der vor den Augen der Welt zum Krieg ruft, wird er in sein Gegenteil verkehrt. Früher nannte man das Blasphemie, Gotteslästerung.

Noch einmal zurück zu Marias Verwirrung:
Die Worte des Boten haben sie ver-stört, sie in ihrem gewohnten Selbstverständnis auf-gestört, es hat einen Einbruch gegeben, Gottes Wort ist störend in ihre Existenz eingebro-chen. Das kann nicht ohne Folgen bleiben, im Gegenteil: die Konsequenzen sind für Maria überwältigend („der heilige Geist wird Dich überkommen“) und lebenslänglich (bis zu Kreuz und Auferstehung bleibt sie in diese Geschichte verwickelt). Darüber hinaus sind die Folgen von Marias JA sogar überzeitlich und global im ganz wörtlichen Sinn, bis heute, bis hier heute abend .... - Das ist gemeint, wenn gesagt wird, der Glaube könne Berge versetzen: Da waren nie Hunsrück, Harz oder Matterhorn gemeint ...

Wegen dieser radikalen Haltung zum Wort Gottes ist Maria eine „Gottesgebärerin“, die Mutter aller Glaubenden, am Ende sogar Inbegriff und Bild der ganzen Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden.
Was hatte doch der Bote sinngemäß gesagt?
„Maria, Du bist restlos von Gott erfüllt - bring ihn zur Welt“.

Nicht anders lautet bis heute die göttliche Botschaft an uns:
Durch uns und mit uns und in uns ist Gott in der Welt, vollzieht sich seine bedingungslose Liebe, sein Erlösungswerk.
Lassen wir also den Boten zu uns sprechen:
Wir sind restlos von Gott erfüllt - bringen wir ihn zur Welt!

So soll es sein!


Fürbitten

Du, unser Herr und unser Gott,
in Gnade hast Du auf Maria geschaut,
in Liebe schaust Du auf uns,
unermüdlich -
wir bitten dich:

Für die Mächtigen, Verblendeten, Zerstörenden dieser Welt:
Du hast Dich ihnen in den Weg gestellt 
und Dein Wort unbeirrt und hörbar gesprochen;
Lass sie Dein verstörendes Wort vernehmen,
öffne ihr Ohr für die Stimmen der Glaubenden,
verwirr´ sie - auf Dich hin.

(kleine pause)

Für die Geschundenen, Verworfenen, Leidenden dieser Welt:
Du bist ihren Weg gegangen, 
den Weg der Einsamkeit, des Schmerzes, des Sterbens;
Mach uns für sie zu Boten der Hoffnung, 
erfülle unseren Mund mit der Botschaft, 
die alle Angst entmachtet,
die den Tod überwindet,
die liebevolle Gemeinschaft mit Dir für alle Zeit verheißt.

(kleine pause)

Für unsere Gemeinde:
Du bist mitten unter uns, mitten in uns, nicht nur Sonntag abends;
Lass Marias Gesang alle Tage in uns weiterklingen,
mit Deinen Worten, mit unseren Worten,
in der Sprache derer, die uns anvertraut sind,
damit sie Deine Botschaft durch uns hören können.

(kleine pause)

Du, unser Herr und unser Gott, 
wer Dich hört, bleibt nicht ungestört;
Du unser innerer Aufruhr, Du erschütternde Botschaft, Du Herzenswender;
Nimm uns jede Distanz, jede Beiläufigkeit, jede Beliebigkeit im Hören Deines Wortes,
nimm uns unsere gemächliche Herzensruhe,
damit wir wach werden auf Dich hin -
So soll es sein.


Auslegungen und Gebetstexte
entstanden unter dem Eindruck des Satzes:
„Wehe! Wenn diese Worte im Herzen ankommen, dann Gnade uns, Gott!“
(Fundstück aus dem Jahr 2008 nach Christi Geburt)

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